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Verschlüsselungstrojaner und der Umgang mit Dokumenten

Verschlüsselungstrojaner sind ein heisses Thema. Einer unserer Firewall-Hersteller empfiehlt in seinem aktuellen Newsletter sogar, sämtliche Office-Dokumente, die per E-Mail oder Download ins Unternehmensnetzwerk gelangen könnten, zu blockieren. Dies würde den geschäftlichen Austausch von Dokumenten praktisch lahmlegen, weshalb wir uns bei CFU für „Aufklärung“ statt „Blockade“ entschieden haben.

 

Verschlüsselungstrojaner – um was es dabei geht

Ein Verschlüsselungstrojaner ist ein kleines Progrämmchen, das beliebige Dateien auf Ihrem Rechner verschlüsselt. Bevorzugt werden Dokumente, wie Word- oder Excel-Dateien, und durch die Verschlüsselung sind die Dateien nicht mehr zu gebrauchen.

Wenn Sie eine dieser Dateien wieder nutzen wollen, müssen Sie an den Hersteller dieses Programms Lösegeld bezahlen.
Der Versuch sämtlicher IT-Profis, die Verschlüsselung zu knacken und somit die Erpresserversuche ins Leere laufen zu lassen, waren bisher erfolglos.

Ein Verschlüsselungstrojaner, der es geschafft hat, in einem Netzwerk anzukommen, kann sich von Rechner zu Rechner ausbreiten und alle bekannten Schutzmechanismen greifen nicht.

Die IT-Branche steht dem Ganzen ziemlich machtlos gegenüber und deshalb lautet der Tipp mehrerer Firewall-Hersteller, den Austausch von Dateien via Internet und am besten auch innerhalb des Netzwerks zu unterbinden.

 

Verschlüsselungstrojaner und was Sie dagegen tun können

Tatsächlich liegt die Gefahr, dass ein Verschlüsselungstrojaner Erfolg haben kann, in der Hand der PC-Nutzer. Wenn alle Nutzer ein paar einfache Regeln befolgen würden, könnten wir alle ganz gelassen sein.

Vorsorge gegen Verschlüsselungstrojaner

  • Halten Sie Ihre IT immer auf einem aktuellen Stand, das umfasst insbesondere das Betriebssystem, die unternehmenskritischen Anwendungen und alles, was Kontakt zum Internet (Browser, E-Mail, Plugins) hat.
  • Regelmässige Backups sind Pflicht, wobei die Backup-Datenträger nicht mit dem Netzwerk verbunden sein sollten, wenn kein Backup stattfindet.
  • Das Ausführen von Makros in Office-Dokumenten sollte zentral unterbunden werden, denn über diese Funktion können „böse Programme“ ausgeführt werden.
  • Öffnen Sie keine Dateianhänge von Mails, an deren Vertrauenswürdigkeit auch nur der geringste Zweifel besteht. Klicken Sie auch auf keinerlei Links in der Mail, egal, wie wichtig oder verlockend der Link zu sein scheint.
  • Besprechen Sie im Idealfall mit einem IT-Partner Ihres Vertrauens, was Ihr Unternehmen ganz konkret tun kann, um Verschlüsselungstrojaner nicht zum Zug kommen zu lassen.

 

Verschlüsselungstrojaner auch als Faxnachricht

Gehen Sie davon aus, dass die Erfinder der Verschlüsselungstrojaner immer wieder neue Wege finden werden, um auch weiterhin viele neue Festplatten zu erobern. Die aktuelle Art und Weise: Es werden Mails verschickt, die vorgeben, dass der Empfänger ein Fax erhalten hat.

Es lebe die Kreativität! 🙂

 

Wenn Sie Fragen haben oder mehr zu diesem Thema erfahren möchten, dann lassen Sie es uns wissen.
Wir sind gerne für Sie da.

Ihr CFU-Team aus Herzogenbuchsee!

 

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